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Krampfadern, Varizen, Varikosis, Varikose

Schwere Beine, Schwellung, Spannungsgefühl, nächtliche Wadenkrämpfe, Juckreiz oder ruhelose Beine können als Symptome bei Krampfadern auftreten. Aber es muss betont werden, dass die genannten Beschwerden auch bei anderen Beinleiden gefunden werden. Beinbeschwerden bei Patienten mit Varikosis müssen genauestens abgeklärt werden. Sie haben häufig mehrere Ursachen. Spezifische, charakteristische Beschwerdebilder für die Varikosis allein gibt es nicht. Andererseits haben nicht selten Patienten mit ausgeprägten Krampfadern keinerlei Beschwerden..

 

Venen haben die Aufgabe, das sauerstoffarme Blut zum Herzen zurückzuführen. Dazu existieren in den Venen eine Vielzahl hintereinander geschalteter Gefäßklappen, die den Blutstrom nur herzwärts gestatten. Schließen die Klappen nicht mehr dicht staut das sauerstoffarme in Richtung Bein zurück. Die Vene dehnt und schlängelt sich. Eine Krampfader (eigentlich Krummader) entsteht.
Die Neigung zur Krampfaderbildung ist angeboren. Es gibt unterschiedliche Arten von Krampfadern:
- Besenreiser: kleinste, in der Haut verlaufende, erweiterte Venen.
- Retikuläre Varizen: unter der Haut gelegene Venenerweiterungen.
- Seitenastvarikosis: deutlich erweiterte, geschlängelte Seitenastvenen der Hauptstämme.
Stammvarikosis: Erweiterung und Schlängelung der vorderen Stammvene (= vordere Rosenvene, zieht vom Innenknöchel zur Leiste) oder der hinteren Stammvene (= hintere Rosenvene, zieht vom Außenknöchel zur Kniekehle), durch Defekt der Venenklappen mit Blutrückstau.
Perforansvenen: Verbindungsvenen zwischen dem oberflächlichen und tiefen Venensystem. Sind die Klappen dieser Venen defekt, wird sauerstoffarmes Blut aus den tiefen Venen in das oberflächliche Venensystem gebracht, dies kann zu venösen Geschwüren führen.
In der Diagnostik des Krampfaderleidens spielen neben der körperlichen Untersuchung spezielle Ultraschallmethoden, wie Doppler- und Duplexsonographie eine wichtige Rolle. Abhängig vom Befund kann auch eine Röntgenuntersuchung (Phlebographie) der Venen erforderlich sein.
Neben nicht operativen Behandlungsmethoden, wie Kompressionstherapie oder Verödungstherapie, stellt die Krampfaderoperation ein wichtiges, etabliertes Verfahren dar.

Wie wir operieren!

Beim Vorliegen einer Stammvarikosis, das heißt eines Klappendefektes in der vorderen oder hinteren Rosenvenen, ist in der Regel eine Operation nötig, die meistens ambulant durchgeführt wird. Wir favorisieren in unserer Praxis das klassische Stripping, das weltweit als Standardverfahren angesehen wird. Dabei wird die Stammvene auf eine spezielle Sonde aufgefädelt und herausgezogen. Die dafür nötigen Schnitte in der Leiste und in der Kniekehle sind bei einem erfahrenen Operateur klein und fallen kaum ins Gewicht.
Besondere Sorgfalt wird darauf verwendet, dass beim Schnitt in der Leiste alle hier einmündenden Venenäste unterbunden werden. Dies ist eine wichtige Voraussetzung dafür, eine Krampfaderneubildung aus der Leiste zu verhindern.
Die Belastung des Patienten durch das Herausziehen der Stammvene ist in der Regel gering. Von Vorteil ist, dass die Stammvene entfernt und sich nicht mehr eröffnen (nicht mehr rekanalisieren) kann. Die Kosten der Operation werden von den Kassen übernommen. Seitenäste werden über kleinste Schnitte bzw. Stiche entfernt, die oft keiner Naht bedürfen und später kaum sichtbar sind. Ein Kompressionsstrumpf oder eine Kompressionswickelung, direkt nach der Operation angelegt, dienen dazu Blutergüsse zu verhindern. Ein Strumpf sollte nach der Operation für zwei Monate getragen werden.

 

 

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